Auf Binnenseen, im Küstenbereich und auf der Hochsee finden sie Ihre Heimat, die Segelschiffe
Die hohe See:
Viele Menschen stehen mit sehnsüchtigen Blicken am Ufer und fragen sich, ist es eigentlich schwer, das Segeln zu erlernen? Die Antwort auf diese Frage ist so vielseitig wie die Möglichkeiten des Wassersports selbst. Mit einer Hochseejacht über die Weltmeere zu navigieren ist natürlich nichts für den Anfänger. Es erfordert ein unglaubliches Maß an Erfahrung und natürlich auch technischer Ausstattung des Schiffes, um außerhalb der Küstenzonen sicher sein Ziel zu finden. Selbst für erfahrene Skipper hält die hohe See so manche, auch unliebsame Überraschung bereit. Auf hoher See ist man wirklich schnell in Gottes Hand allein. Eine Ausfahrt, außerhalb der Sichtweite zum Land, sollte daher nur als Crewmitglied für den Anfänger infrage kommen.
Die Schiffsführung im Küstenbereich.
Die Führung eines Seglers im Küstenbereich, somit immer innerhalb der Sichtweite zum Land, ist schon etwas einfacher. Doch auch das Küstensegeln kann nicht als anfängertauglich bezeichnet werden. Sowohl die Navigation im Küstenbereich und die Grundzüge der Schiffführung sollte der Skipper auch hier beherrschen, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Die internationalen Schifffahrtsrouten führen oft dicht bis an die Küste heran. Entsprechend wichtig ist es die Schifffahrtszeichen und auch das Regelwerk zu kennen. Die See kann tückisch sein, die einsetzende Ebbe kann ein nur durch den Wind angetriebenes Schiff schnell weit weg vom sicheren Ufer bringen.
Das Binnensegeln als Hobby.
Abgesehen von der Tatsache, dass zum Führen eines Segelbootes auf den meisten deutschen Binnenseen der Sportbootführerschein „Binnen“ für Segelschiffe verlangt wird, ist dies das richtige Revier für den Anfänger. Das Grundregelwerk für den Führerschein lässt sich einfach erlernen. Besonders in der warmen Jahreszeit werden auch viele Lehrgänge dazu angeboten. Die Preise der Lehrgänge variieren gleichermaßen wie auch die Qualität. So lässt sich dazu keine gesicherte Aussage treffen. Lohnenswert ist der praktische Teil der Ausbildung. Die Segelmanöver werden meist auf kleineren Jollen, die leicht zu führen sind, erlernt. Außerdem lernt man wie Knoten fachmännisch gebunden werden, das An- und Ablegen vom Steg und vieles mehr. Vor der späteren praktischen Prüfung muss sich auch niemand fürchten. Die „Mann über Bord“ Übung ist dabei eigentlich die schwerste Aufgabe.