Bali, jene geheimnisvolle Insel im Indischen Ozean, regt seit vielen Jahrzehnten die Fantasien der Reisenden an. Undurchdringlicher Dschungel, saftig grüne Reisterrassen, hohe und aktive Vulkane und Menschen, deren Kultur uns exotisch vorkommt, die aber doch eine gewisse Anziehungskraft auf uns hat. Das ist das Bild von Bali, das vor unserem geistigen Auge heraufzieht, wenn die Sprache auf das Eiland kommt.
Und das Bild ist absolut korrekt, auch wenn Bali noch viel mehr zu bieten hat. In den touristischen Gebieten im Süden der Insel, rund um den Flughafen und die Hauptstadt Denpasar ist Bali längst nicht mehr so exotisch wie man glauben möchte.
Zahlreiche Hotels der internationalen Spitzenklasse haben sich angesiedelt und die Touristenorte Kuta, Legian, Sanur und Nusa Dua bieten längst westlichen Lebensstandard. Dennoch gibt es auch das ursprüngliche Bali noch, speziell in den ländlichen Gegenden im Osten, Norden und Westen der Insel.
Hier finden sich noch beschauliche kleine Dörfer, menschenleere Strände mit wahlweise weißem Sand oder schwarzem Vulkansand und Tauchreviere die im weltweiten Vergleich ganz weit vorne liegen. Und die Kultur der Menschen, eine Mischung aus gelebtem Hinduismus, einer früheren Naturreligion und einer gewissen Heiterkeit existiert noch überall auf Bali.
Eine sehr bequeme und überaus verlockende Möglichkeit, die schönsten Gebiete der Insel zu erkunden ist das Segeln auf Bali. Mit dem Segelboot lässt sich Bali nämlich ganz entspannt umrunden, ohne in engen Autos über holperige Landstraßen fahren zu müssen.
Zahlreiche Anbieter gibt es rund um Bali, die Segelboote in allen möglichen Größen vermieten, mit oder ohne Crew, für Selbstversorger oder mit rundum-Service. Möchte man sein Segelboot selbst steuern, sollte aber entsprechende Erfahrung vorhanden sein. Denn so paradiesisch Bali auch ist, die Gewässer in denen die Insel liegt, sind nicht immer ganz leicht zu befahren.
Die Strömungen in der Lombok-Strasse, zwischen Bali und der Nachbarinsel Lombok können beispielsweise bis zu 9 kn betragen und einige der Riffe sind bislang in keiner Seekarte verzeichnet. Befährt man die Meerenge zwischen Bali und Java ist mit regem Fährverkehr zu rechnen. Ein ortskundiger Skipper macht also durchaus Sinn, zumal sich die unglaublich schöne Küstenlinie Balis dann noch entspannter genießen lässt.